Announcement: Triumph der Bratsche

… Paganini reizt die Möglichkeiten des Instruments bis zum Exzess aus. Was das für den Solisten bedeutet, ließ Vidor Nagy den Zuhörer kaum spüren. Bei ihm perlte die immens schwierige Partitur [der Sonata per la gran Viola und Orchester] koloraturähnlich. Er scheute sich nicht vor Effekten, kostete sie vielmehr aus, ohne dabei den großen Bogen zu verlieren …
hhb, Stuttgarter Zeitung, 9. Juni 1982

Vidor Nagy mit der excellenten Wiedergabe des Bartókschen Bratschenkonzerts erwies sich als berufener Sachverwalter seines großen ungarischen Landsmannes.
Jochen Rentsch, NRZ Wuppertal, 14. Oktober 1975

C. M. v. WEBER – Freischütz / Viola-Solo

THE STRAD / Masterclass Nov. 2008

ÄNNCHEN’S ROMANCE AND ARIA FROM WEBER’S DER FREISCHÜTZ
C. M. v. WEBER – Freischütz / Viola-Solo

VIDOR NAGY gibt Ratschläge über Fragen von Dynamik, Fingersatz, Phrasierung und Artikulation.
Original in Englisch mit Abbildungen. Mit deutscher Übersetzung: HIER KLICKEN (PDF-Datei).

Musik als Prisma ewiger Gefühle

Gedanken zur CD “Bach und das 20. Jahrhundert

Als ich noch an der Musikakademie Franz Liszt in Budapest studierte, habe ich die musikalischen Neugeburten vieler gleichaltriger Komponisten leidenschaftlich gern gespielt. Die Gestaltungsmöglichkeiten zeitgenössischer Musik waren nicht nur intellektuell, sondern auch unter dem Aspekt eines emotionalen Dialogs mit diesen Freunden sehr hilfreich für meine Entwicklung. Noch heute sind die musikalischen Erlebnisse jener Zeit sehr präsent in mir.

Continue reading →

Mythos der Seele in der Musik

Gedanken zur CD “Fantasia”

Eine stringente Konzertdramaturgie beinhaltet wie im Theater viele Facetten und soll die seelischen Schätze aufdecken, welche in den aufzuführenden Werken schlummern. Wie ein surrealistisches Spiegelbild erwacht das Haiku, das traditionelle Genre der altjapanischen Poesie, zu neuem Leben, und dies ist der beste Beweis, wie verschiedene und gegensätzliche Elemente in Verbindung treten und eine neue Qualität generieren.

Continue reading →

Myths of the Soul in Music

CD “Fantasia”

As in theater, tight-knit concert dramaturgy also contains many facets and ideally serves the revelation of Spiritual treasures which slumber in the work. Like a surrealistic mirror-image, the Haiku , the original genre of ancient Japanese poetry, is called to new life, testifying to the emergence of fresh new qualities engendered by the marriage of contrasting elements. Or, in visual terms: as do the diverse characters themselves pulsate in Fellini’s fantasy, likewise unconfined the music also flows. Walt Disney’s Fantasia is another example of kaleidoscopic juxtaposition in the arts, as is the Tarkovsky film “The Steamroller and the Violin” where, once again, it is alone the contrast which delineates the vitality of the action.

Continue reading →

Ein Rückblick – oder: Die Fata Morgana der flammenden Viola

Gedanken zur DVD “Vidor Nagy in concert”

Am Anfang war das Publikum, und es war immer grenzenlos neugierig. Die Musen sahen, dass das gut war und dass die Künste nur so gedeihen konnten. Es reichte nämlich nicht, dass Hamlet das “Sein oder nicht sein” beschwor, die Leute wollten schon immer auch wissen, was Hamlets letzte Lektüre gewesen war, weil sie ihm nicht zutrauten, dass er seinen berühmten Spruch selbst erfunden hatte.

Continue reading →

The Fata Morgana of the Flaming Viola

DVD “Vidor Nagy in concert”

In the beginning was the audience arid it was infinitely curious. The muses saw that it was good, and that only in this manner could the arts flourish. They weren’t satisfied by Hamlet’s “To be or not to be” declamation. The people wanted to know what the last article was which Hamlet had read; they didn’t believe that he was the creator of his own famous words. For the violist it’s not a given that his construct can be delivered in such a stroke of genius; the materials at his disposal are not sufficiently varied.

Continue reading →